Csanádpalota liegt im Osten des Komitats Csongrád/Tschongrad, 20 km südlich von Makó, an der rumänischen Grenze auf der Lößkegel der Maros. Der Boden ist fruchtbar, humusreich, Wiesenboden. Zum ersten Mal wird es 1421 als Palota erwähnt, und gehörte zum Herrschaftsgut von Nagylak. In der Türkenherrschaft ging es mehrmals zugrunde. Zuerst wurde es mit Slowaken, dann mit Ungarn besiedelt. Deswegen hiess es mal Tótpalota und Mezőpalota.
Lange Zeit war die Gemeinde Kreiszentrum, so wurde 1872 schon der Volksunterricht registriert. Ab 1891 hatten die Bewohner einen Arzt, aber ein Jahr vorher eröffnete man schon eine Apotheke. Tierarzt gab es 1892. Herauszuheben ist von den Gebäuden die römisch-katholische Kirche, gebaut im Barokstil 1773.

In der Sankt-Stephan-Strasse 42. befindet sich das Heimatshaus, gegründet von Asztalos P. Kálmán, der ein Bauerdichter und autodidakter Volkskundeforscher war. Er hat mit viel Mühe die Gegenstände des 19.-20. Jh. gesammelt.

Auf dem Hof und im Wagenhain bekamen die Bauerngeräte, Ziehmaschine,, im Lager die Geräte der Hanf-Verarbeitung einen Platz. das rathaus wurde im Eklektstil 1897 gebaut. Im Alt-Friedhof ist Kelemen László begraben, der erste ungarische Theater-Direktor, der 1812-1814 auch Orgelspieler Kantor der Kirche war. Um sein Graben ist heute ein schöner Park. Die Kalemen László Marmorstatue von Palotai Gyula geschaffen, steht vor dem Kulturhaus, Sankt-Stephan-Strasse 40.

 

Ein wertvolles Kunstdenkmal im Dorf war die Walzmühle der familie Zelmann, die in einer Feuerbrunst 1996 zugrundeging. Einige Teile des randes der gemeinde sind geschützt: das Gebiet zwischen Csanádpalota und Királyhegyes gehört zum Körös-Maros Nationalpark Csanádi Pussta. Das Überschwemmungsgebiet an den beiden Ufern der maros gehören auch zum Nationalpark.

Zu den alten Beschäftigungen gehört das Korbflechten, Teppichweben, und Seilmachen.Die Palotaer Küchenweide befindet sich anderthalb km westlich von csanádpalota, ein rest vom Becken der Alt-Maros. Die Naturwelt auf 150 Hektar grossen Fläche ist bedeutend, hier brüht der Grauwürger und der Wiesen-Pieper. In der Mitte der Pussta steht ein 120 Jahre alter Maulbeerbaum. Die Gäste von Csanádpalota können nach Vormeldung bei István Deli reiten. Wer jagen möchte, muss die Jagdgesellschaft Petőfi in Pitvaros oder die Jagdgesellschaft Maros in Magyarcsanád suchen.

 


Information: Bürgermeisteramt, 6913 Csanádpalota, Kelemen Platz 10.
Tel: 62/263-001 Fax: 62/263-105
E-mail: pmhivcsp@freemail.hu ; csanadpalota@csmkozig.hu